Wichtigste Fakten auf einen Blick
Ein Lipidogramm, das heißt eine Beurteilung der Blutplasma-Triglycerid- und Cholesterinspiegel unter Berücksichtigung ihrer Fraktionen, ist eines der bedeutendsten Labortests, die von Grundversorgern und Spezialisten üblicherweise angeordnet werden. Die Überwachung von im Blut zirkulierenden Lipiden ist ein entscheidender Indikator für den Gesundheitszustand und kann darüber hinaus Informationen über ein höheres oder niedrigeres Risiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen liefern.
Voll Cholesterin
Lipide wie Cholesterin und Triglyceride zirkulieren im Blut nicht frei, sondern gebunden an spezifische Transportproteine – sogenannte Lipoproteine. Das Gesamtcholesterin umfasst die Summe aller zirkulierenden Cholesterinfraktionen, insbesondere des atherogenen LDL (Low-Density Lipoprotein) und des schützenden HDL (High-Density Lipoprotein). Eine differenzierte Analyse im Rahmen des Lipidprofils ist unerlässlich, um das tatsächliche kardiovaskuläre Risiko eines Patienten präzise beurteilen zu können.
Cholesterin ist normal
Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse für die korrekten Konzentrationen einzelner Lipoproteine für gesunde Menschen mit einem niedrigen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten: Triglyceride: < 150 mg/dl (< 1.7 mmol/l), Gesamtscholesterin: < 190 mg/ dl ( < 5 mmol / l), LDL-Cholesterol: < 115 mg/ dl (< 3.0 mmol (l), HDL-Colesterin für Frauen: > 45 mg / dl (> 1. 2 mmol) und für Männer > 40 mg / dl (> 1. 0mmol/ l).
Wie wäre es mit Cholesterinstatinen?
Wenn die Blutfettwerte nur moderat erhöht sind oder Statine aufgrund von Nebenwirkungen (wie Myalgien) nicht vertragen werden, können fundierte Lebensstil- und Ernährungsumstellungen sowie gezielte Naturstoffe eingesetzt werden. Wissenschaftlich belegt sind pflanzliche Sterine und Stanole, die die Cholesterinaufnahme im Darm hemmen, fermentierter Rotschimmelreis mit natürlichem Monacolin K, lösliche Ballaststoffe (wie Hafer-Beta-Glucan) und Omega-3-Fettsäuren aus Seefisch. Jede Therapieanpassung sollte stets in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.