Wichtigste Fakten auf einen Blick
Helicobacter pylori gilt als Hauptursache für Magenentzündungen und Geschwüre. Erfahren Sie, welche Ernährungsempfehlungen helfen, die Beschwerden zu lindern und die Behandlung zu unterstützen.
Eine Infektion durch Helicobacter pylori
Das Bakterium Helicobacter pylori besiedelt die Schleimhautoberfläche des Magens. Es ist in der Lage, in einem sauren Milieu zu überleben, da es spezielle Mechanismen entwickelt hat, um der Magensäure zu trotzen. Bis zu 70 bis 80 % der Erwachsenen können infiziert sein. Die Übertragung erfolgt meist fäkal-oral oder durch den Kontakt mit kontaminiertem Wasser und Lebensmitteln sowie über gemeinsam genutztes Geschirr. Häufig findet die Infektion bereits im Kindesalter statt.
Ernährung bei Helicobacter pylori
Eine Ernährung mit einem hohen Anteil an frischem Gemüse und Obst, insbesondere mit reichlich Vitamin C, trägt dazu bei, das Infektionsrisiko zu senken. Eine ausreichende Konzentration dieses Vitamins im Magensaft hemmt das Bakterienwachstum und limitiert die Aktivität des bakteriellen Enzyms Urease. Zu den allgemeinen Grundsätzen gehören häufige, kleine Mahlzeiten (4–6 Mal täglich) im Abstand von 3 bis 4 Stunden, regelmäßige Esszeiten, gründliches Kauen sowie der Verzicht auf schwer verdauliche, fettreiche und stark gewürzte Speisen.
Zu vermeidende Lebensmittel bei Helicobacter pylori
Vermeiden Sie Lebensmittel und Getränke, die die Magensäuresekretion anregen: Alkohol, Kaffee, starken Tee, scharfe Gewürze, frittierte Speisen und kohlensäurehaltige Getränke. Reduzieren Sie zudem fettreiche Produkte wie fettes Fleisch, geräucherten Fisch, raffinierte Öle, Margarine und fette Milchprodukte (fettreiche Schnittkäse, Schmelzkäse sowie hart gekochte Eier). Auch Zucker und zuckerhaltige Süßwaren sollten stark eingeschränkt werden, da Zucker ein ideales Milieu für die bakterielle Vermehrung darstellt.
Empfohlene Lebensmittel bei Helicobacter pylori
Ernähren Sie sich vermehrt mit Lebensmitteln, die reich an Vitamin A (Carotinoiden) und Vitamin C sind. Dazu gehören Spinat, Süßkartoffeln, Karotten, Brokkoli, Äpfel, Zwiebeln und Sellerie. Diese Nährstoffe unterstützen den Schutz der Magenschleimhaut und hemmen die Anhaftung der Bakterien. Sulforaphan, das in Kreuzblütlern wie Brokkoli und Blumenkohl vorkommt, zeigt ebenfalls antibakterielle Eigenschaften. Magenschonende Kräutertees wie Kamille oder Süßholzwurzel sowie Knoblauch, Oregano und Cranberry-Saft können die Standardtherapie ergänzen.