Wichtigste Fakten auf einen Blick
Fast 700.000 Polen leiden an dieser Krankheit, die immer häufiger diagnostiziert wird. Außerdem gibt es kaum eine andere Krankheitseinheit, die so viele Spekulationen und Ernährungsmythen hervorruft. Was ist Hashimoto-Krankheit - was ist das und wie kann man lernen, damit umzugehen?
Hashimoto-Krankheit
Die Hashimoto-Thyreoiditis (chronische lymphozytäre Thyreoiditis) ist eine Autoimmunerkrankung und die häufigste Ursache für eine primäre Schilddrüsenunterfunktion. Dabei bildet das Immunsystem Antikörper gegen körpereigene Schilddrüsenstrukturen (TPO-Antikörper und TG-Antikörper), was zu einer chronischen Entzündung und fortschreitenden Zerstörung des Schilddrüsengewebes führt. In der Folge sinkt die körpereigene Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4, wodurch sich der gesamte Stoffwechsel verlangsamt.
Hashimoto Behandlung
Die schulmedizinische Standardtherapie der Hashimoto-Thyreoiditis besteht in der lebenslangen Substitution des fehlenden Schilddrüsenhormons durch synthetisches Levothyroxin (L-Thyroxin). Die Einnahme erfolgt morgens nüchtern mit Wasser mindestens 30 bis 60 Minuten vor dem Frühstück. Regelmäßige Laborkontrollen von TSH, fT3 und fT4 gewährleisten eine präzise Dosierung und stellen das stoffwechselphysiologische Gleichgewicht wieder her.
Die Hashimoto-Schilddrüse-Diät
Die Ernährungstherapie bei Hashimoto zielt auf eine Reduktion systemischer Entzündungen und die Bereitstellung essenzieller Cofaktoren für die Hormonumwandlung ab. Zentral sind: Selen (unterstützt die Dejodase-Enzyme), Zink, Vitamin D3, Eisen und Omega-3-Fettsäuren. Eine entzündungshemmende Ernährung mit vollwertigen Lebensmitteln, reichlich Gemüse, hochwertigen Proteinen und komplexen Kohlenhydraten unterstützt den Stoffwechsel. Stark verarbeitete Produkte, isolierter Zucker und potenziell unverträgliche Reizstoffe sollten reduziert werden.