Wichtigste Fakten auf einen Blick
Eine angemessene Ernährung kann erheblich dazu beitragen, Kopfschmerzen bei Migränepatienten zu verringern. Ernährungsfaktoren werden oft zugunsten einer präventiven pharmazeutischen Therapie vernachlässigt.
Diät für Migraine Ernährungsempfehlungen
Die Liste der Lebensmittel, Getränke und Zusatzstoffe, die zu einer Migraine führen können, umfasst unter anderem: Käse, Schokolade, Zitronfrüchte, Alkohol, insbesondere Rotwein, Fettprodukte, Eis, Aspartam, Sodiumglutamin.
Eine Diät gegen Migraine Produkte verboten
Ernährungsfaktoren spielen eine entscheidende Rolle als Auslöser von Migräneanfällen bei prädisponierten Personen. Schokolade ist reich an Phenylethylamin, einem biogenen Amin mit sympathomimetischer Gefäßwirkung, das zunächst eine intrakranielle Vasokonstriktion bewirkt; der Migräneschmerz tritt auf, wenn sich die Gefäße anschließend reaktiv weiten. Zudem enthält Schokolade Theobromin, Koffein und Catechine, die den Hirnblutfluss und die Noradrenalinausschüttung beeinflussen. Gereifte Käsesorten enthalten hohe Mengen an Tyramin, das ebenfalls über gefäßverengende und nachfolgend dilatierende Mechanismen Migräneanfälle provozieren kann. Zitrusfrüchte liefern Octopamin, das als falscher Neurotransmitter wirkt und die Noradrenalinfreisetzung stimuliert. Koffein aus Kaffee, Tee oder Cola wirkt gefäßverengend; sein abruptes Absetzen führt häufig zu langanhaltenden Entzugskopfschmerzen. Alkoholische Getränke, insbesondere Rotwein, gelten aufgrund ihres hohen Gehalts an Histamin, Tyramin, Flavonoiden und Sulfiten als klassische Migränetrigger. Auch synthetische Zusatzstoffe wie der Süßstoff Aspartam und Geschmacksverstärker wie Mononatriumglutamat (MSG-Symptomkomplex) sind als potente Auslöser belegt. Das Führen eines detaillierten Kopfschmerztagebuchs und die gezielte Elimination individueller Triggerlebensmittel bilden die Basis einer erfolgreichen Migräneprävention.