Heutzutage ist das Leben voller Hektik, Stress und Verpflichtungen, was es schwierig macht, Emotionen zu regulieren und mit Stress umzugehen. Infolgedessen suchen Menschen oft unbewusst nach Möglichkeiten, um Ruhe zu finden, was zur Entwicklung von Essstörungen wie dem Binge Eating Disorder (BED) führen kann. Dieser Zustand zeichnet sich durch das Verzehren großer Mengen an Lebensmitteln in kurzer Zeit aus, was normalerweise zu Schuldgefühlen und Scham führt. Es ähnelt den typischen Verhaltensweisen von Bulimie, jedoch ohne Verhaltensweisen, die darauf abzielen, eine Gewichtszunahme zu verhindern, wie Erbrechen oder die Verwendung von Abführmitteln.
Beschreibung des Angriffs-Team-Syndroms
Laut der ICD-11 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und Gesundheitsprobleme) der WHO, veröffentlicht im Jahr 2019, handelt es sich beim Angriffs-Team-Syndrom um eine Essstörung, die durch häufige und wiederkehrende Episoden von übermäßigem, unkontrolliertem Verzehr von Nahrungsmitteln gekennzeichnet ist, die mindestens drei Monate andauern. Während dieser Episoden erleben die Betroffenen einen subjektiven Kontrollverlust und die Unfähigkeit, das Essen zu stoppen. Diese Episoden werden oft von Gefühlen der Scham, Selbstverachtung und Angst begleitet und beeinträchtigen die Funktionsfähigkeit in sozialen, persönlichen, familiären oder beruflichen Bereichen. Die Menge der verzehrten Lebensmittel während eines Angriffs ist individuell unterschiedlich – für manche Personen können es kleine Portionen sein, für andere größere Mengen. Entscheidend ist das subjektive Gefühl des Kontrollverlusts. Weitere charakteristische Merkmale können ein schnelles Essverhalten oder das Weiteressen trotz Sättigungsgefühls oder sogar Überessen sein.
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