Das äußere Erscheinungsbild hat für viele Menschen einen entscheidenden Stellenwert, da sie oft ihr Selbstwertgefühl davon abhängig machen, wie sie von anderen wahrgenommen werden. In der heutigen Zeit sind Essstörungen ein ernstes Problem, das immer mehr Menschen betrifft. Dazu gehört auch die präpartale Essstörung, die doppelt gefährlich sein kann. Warum ist das so?
Pregorexie: Definition, Entwicklungsmechanismen und klinische Charakteristik der Essstörung während der Schwangerschaft
Pregorexie bezeichnet eine spezifische, jedoch in der medizinischen Fachliteratur noch nicht offiziell anerkannte Essstörung, die ausschließlich während der Schwangerschaft auftritt. Der Begriff setzt sich aus den lateinischen Komponenten "prego" (Schwangerschaft) und "-rexie" (in Anlehnung an Anorexie, also Magersucht) zusammen und wurde im Jahr 2008 geprägt, um pathologische Essverhaltensmuster bei schwangeren Frauen zu beschreiben. Obwohl der Terminus bisher nicht in die medizinische Terminologie aufgenommen wurde, findet er vor allem in der populärwissenschaftlichen Psychologie Anwendung. Die Störung äußert sich durch eine übermäßige Kontrolle des Körpergewichts sowie die Vermeidung der für eine gesunde Schwangerschaft erforderlichen Gewichtszunahme. Erste dokumentierte Fälle traten in westlichen Ländern wie Großbritannien und den USA auf, wo bei schwangeren Frauen ein besorgniserregendes Muster beobachtet wurde: Trotz des erhöhten Energiebedarfs in der Schwangerschaft reduzierten diese Frauen gezielt ihre Kalorienzufuhr und wandten extreme Abnehmmethoden an, was potenziell schwerwiegende Konsequenzen für die Gesundheit von Mutter und Kind nach sich zieht.
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