Unverzichtbare Maßnahmen der Ersten Hilfe bei Notfällen mit Kleinkindern und Neugeborenen
| Diets Premium Experte David Janitzek | Min. Lesezeit 4 min | Wissenschaftlich geprüft durch klinische Ernährungsberater 23.10.2026 |
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Erste Hilfe bei Säuglingen und Kleinkindern erfordert spezielle pädiatrische Rettungsalgorithmen, die sich grundlegend von Maßnahmen bei Erwachsenen unterscheiden. In lebensbedrohlichen Situationen – wie Aspiration, Atem-Kreislauf-Stillstand, Verbrennungen oder Fieberkrämpfen – rettet rasches, besonnenes Handeln Leben. Dieser Leitfaden basiert auf den aktuellen Richtlinien des European Resuscitation Council (ERC).
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Notfallmaßnahmen bei Fremdkörperaspiration und Ersticken bei Kleinkindern
Besteht bei einem Säugling (unter 1 Jahr) ein kompletter Atemwegsverschluss ohne Lautäußerung, legt man das Kind bäuchlings auf den Unterarm mit dem Kopf nach unten und stützt den Unterkiefer. Verabreichen Sie bis zu 5 gezielte Schläge mit dem Handballen zwischen die Schulterblätter. Zeigt dies keinen Erfolg, drehen Sie das Kind auf den Rücken und führen bis zu 5 Brustkorbkompressionen mit zwei Fingern auf dem unteren Brustbein durch. Bei Kindern über einem Jahr werden 5 Rückenschläge mit 5 Oberbauchkompressionen (Heimlich-Manöver) abgewechselt und umgehend der Notruf (112) gewählt.
Pädiatrische Herz-Lungen-Wiederbelebung (Reanimation) bei Kindern
Ein Kreislaufstillstand bei Kindern resultiert meist primär aus Atemwegsnotfällen (Hypoxie). Nach Feststellung des Atemstillstands werden die Atemwege sanft überstreckt und 5 initiale Beatmungsstöße über Mund und Nase verabreicht. Zeigen sich keine Lebenszeichen, folgen 15 Herzdruckmassagen (Tiefe mindestens ein Drittel des Thoraxdurchmessers: ca. 4 cm beim Säugling mit zwei Fingern, ca. 5 cm beim Kleinkind mit einer Hand) im Wechsel mit 2 Beatmungen (15:2 bzw. 30:2 für Ersthelfer) bis zum Eintreffen des Notarztes.
Erstversorgung bei thermischen Verbrennungen und Fieberkrämpfen
Bei Verbrennungen und Verbrühungen muss die betroffene Hautstelle sofort für mindestens 15–20 Minuten mit lauwarmem Leitungswasser (ca. 15–18 °C) gekühlt werden; Eis ist wegen Erfrierungs- und Unterkühlungsgefahr verboten. Die Wunde wird anschließend steril mit Hydrogelverbänden oder sauberer Klarsichtfolie abgedeckt. Bei Fieberkrämpfen schützt man das Kind vor Sturzverletzungen, bringt es nach dem Krampfanfall in stabile Seitenlage und ruft den Rettungsdienst – keinesfalls Gegenstände in den Mund stecken.
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mgr David Janitzek
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