Wichtigste Fakten auf einen Blick
Chrom ist in letzter Zeit durch Werbekampagnen zu einem beliebten Nahrungsergänzungsmittel geworden. Wird es, wie die Hersteller behaupten, wirklich helfen, unerwünschte Pfunde loszuwerden?
Chrom Rolle und Bedarf im Körper
Chrom (Cr) ist ein Mikroelement, das für das Funktionieren des Körpers notwendig ist. Der Bedarf eines Erwachsenen beträgt durchschnittlich 30μg/Tag. Einige Studien zeigen, dass die Ernährung dieses Mineralstoffs zu gering ist, insbesondere in den westlichen Ländern. Chrom spielt vor allem als Bestandteil des sogenannten GTF, also als Glukose-Toleranzfaktor. GTF wird in der Leber synthetisiert und erhöht die Aktivität von Insulin, was zu einer stärkeren Wirkung in die Zellen führt.
Chrom und Diabetes
Chrom ist ein integraler Bestandteil des sogenannten Glukosetoleranzfaktors (GTF), der die Empfindlichkeit der Zellrezeptoren gegenüber Insulin erhöht. Durch die Bindung an Chromodulin verstärkt Chrom die Signalübertragung des Insulinrezeptors, wodurch Glukosetransporter (GLUT4) aktiviert werden und Zucker effizient aus dem Blut in die Muskel- und Leberzellen gelangt. Zahlreiche klinische Studien belegen, dass eine Supplementierung bei Typ-2-Diabetikern und Personen mit Insulinresistenz den Nüchternblutzucker und den HbA1c-Wert senken kann.
Chrom hat einen Einfluss auf den Appetit
Chrom übt einen direkten regulatorischen Einfluss auf das Sättigungsgefühl und Heißhungerattacken aus. Indem es Blutzuckerschwankungen glättet und reaktive Hypoglykämien nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten verhindert, dämpft es das Verlangen nach einfachen Zuckern und Süßwaren. Zudem deuten neurobiologische Studien darauf hin, dass Chrom serotonerge Signalwege im Hypothalamus moduliert, was die Kontrolle über das Essverhalten bei emotionalem Essen und Binge-Eating-Episoden verbessert.