Symptome einer Pilzinfektion
Menschen mit einer Pilzinfektion verspüren häufig chronische Müdigkeit, Schweregefühl, Schläfrigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen, die oft mit einer erhöhten Schleimbildung im Körper einhergehen. Darüber hinaus leiden Betroffene unter Mundgeruch, weißem Belag auf der Zunge, einem metallischen Geschmack im Mund, Heißhunger auf Süßigkeiten und Backwaren, häufigen Infektionen sowie Anfälligkeit für Mykosen der Haut und Nägel. Im Bereich des Magen-Darm-Trakts treten zudem Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfälle oder Verstopfungen sowie Schleim im Stuhl auf. Die Intensität der Beschwerden hängt stark vom Ausmaß der Pilzüberwucherung ab. Eine Genitalkandidose äußert sich häufig durch Vaginitis, Prostatitis oder Analjuckreiz.
Ursachen für Pilzinfektionen
Die Hauptursache für die Überwucherung von Candida ist eine fehlerhafte Ernährung. Der Pilz ernährt sich bevorzugt von zuckerreichen, süßen, stark gesalzenen, kalten und stark stärkehaltigen Lebensmitteln. Der übermäßige Verzehr von rohen Nahrungsmitteln schwächt zusätzlich die Verdauungskraft, was sich in Verdauungsstörungen äußern kann. Ein weiterer Auslöser sind komplexe, vielkomponentige Mahlzeiten, die die Verdauung erschweren und Gärungsprozesse begünstigen, welche das Wachstum von Hefepilzen fördern. Auch eine antibiotische Therapie schwächt die Verdauung und begünstigt das Pilzwachstum, da sie gleichzeitig die schützende bakterielle Normalflora zerstört, die die Vermehrung von Candida normalerweise hemmt.
Grundregeln der antimykotischen Ernährung
Die Menge an Kohlenhydraten, insbesondere Einfachzuckern, muss in der Ernährung stark reduziert werden, da sie als Hauptnahrungsquelle für Candida dienen. Bei der Behandlung von Pilzinfektionen empfiehlt sich eine trennkostähnliche Ernährungsweise, bei der nicht zu viele verschiedene Produkte in einer Mahlzeit kombiniert werden. Es wird empfohlen, Proteine nicht mit Kohlenhydraten zu kombinieren, es sei denn, sie werden mit rohem oder gekochtem Gemüse verzehrt. Kohlenhydrate sollten ausschließlich zusammen mit rohem und gedünstetem Gemüse konsumiert werden. Gesunde Fette können Proteinen und Gemüse sowie in geringen Mengen auch Kohlenhydraten hinzugefügt werden, wobei zu beachten ist, dass Fette die Verweilzeit der Nahrung im Magen verlängern. Zudem sollte darauf geachtet werden, vor, während und kurz nach den Mahlzeiten keine großen Mengen an Flüssigkeiten zu trinken, um die Verdauungssäfte nicht zu verdünnen. Ein wesentlicher Bestandteil der antimykotischen Therapie ist die Zufuhr mehrfach ungesättigter Fettsäuren, da Omega-3-Fettsäuren starke entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Empfohlen werden kaltgepresstes Leinöl oder natives Olivenöl extra (2 bis 3 Esslöffel täglich). Auch Nachtkerzenöl und Lebertran haben sich bewährt. Wichtig ist auch die Pflege der Darmflora durch gezielte Probiotika oder traditionell fermentierte Lebensmittel in Maßen, um keine Gärprozesse zu triggern.
Empfohlene und zu meidende Lebensmittel
Während der Behandlung einer Pilzinfektion ist es zwingend erforderlich, Zucker, Alkohol, Milchprodukte, Hefegebäck, bestimmte fermentierte Produkte, Kaffee sowie Fertiggerichte (wie Ketchup oder Kaugummi) und Weißbrot zu meiden. Süßungsmittel und süße Früchte wie Zucker, Melasse, Ahornsirup und Honig sollten konsequent vermieden werden. Erlaubt sind hingegen Stevia, Xylit in Maßen sowie bestimmte zuckerarme beziehungsweise beerige Früchte wie Heidelbeeren, Granatäpfel, Zitrusfrüchte und Äpfel. Als tierische Proteine werden Fisch, Geflügel und Eier empfohlen; Milchprodukte und rotes Fleisch sollten eingeschränkt werden, da sie Gärungsprozesse fördern. Fermentierte Produkte: Empfohlen wird rohes Sauerkraut, idealerweise mit Knoblauch, da es die Darmflora auf natürliche Weise regeneriert. Auch Miso und Sojasauce in kleinen Mengen sind erlaubt. Öle und Nüsse: Am besten eignen sich Leinsamen, kaltgepresstes Leinöl und Olivenöl. Andere Nüsse und Öle sollten sparsam verwendet werden, da sie oft ranzig sind; ein kurzes Anrösten auf einer trockenen Pfanne kann Schimmelpilzsporen reduzieren. Kokosöl ist aufgrund seiner antimykotischen Wirkung durch Caprinsäure und Caprylsäure ein hervorragendes Heilmittel, das zudem hitzebeständig zum Braten und Kochen genutzt werden kann. Knoblauch ist ein weiteres starkes Mittel im Kampf gegen Pilze mit antiviralen und antimykotischen Eigenschaften (empfohlen wird eine halbe Zehe zweimal täglich vor dem Mahl). Auch Oreganoöl zerstört effektiv Pilzzellen und wirkt zudem antiparasitär.
Rezepte für eine antimykotische Ernährung
Rezept für traditionelles Kimchi (koreanischer Art). Zutaten: 1 Kopf Chinakohl in Stücke geschnitten, 1/2 kg weißer Rettich in Halbmonde geschnitten, 5 Tassen Wasser, 2 EL Meersalz, 2 EL gehackter Ingwer, 1 Knoblauchzehe, 1 Zwiebel, 1/2 TL Cayennepfeffer, 2 EL Süßungsmittel (optional z. B. Xylit oder Stevia). Zubereitung: In einer großen Schüssel Wasser, 1,5 EL Salz, Rettich und Kohl vermengen und 12 Stunden ruhen lassen. Das Gemüse abseihen und mit Ingwer, Knoblauch, Zwiebel, Cayennepfeffer und dem restlichen Salz vermischen, dann in ein sauberes Glas geben. Das Einweichwasser mit dem Süßungsmittel verrühren und über das Gemüse gießen. Das Gefäß locker abdecken und 3 bis 7 Tage fermentieren lassen.
Rezept für Hering mit Knoblauch. Zutaten: 3 Matjes- oder Heringsfilets, Naturjoghurt, 1–2 Zwiebeln, Knoblauch nach Geschmack, frische Petersilie, Cayennepfeffer. Zubereitung: Die Heringe abspülen und 30 bis 60 Minuten in Wasser wässern. Die Zwiebel würfeln, den Knoblauch pressen und die Petersilie hacken. Die Heringe in Würfel schneiden, mit den übrigen Zutaten vermengen, Joghurt hinzufügen und mit Petersilie und Cayennepfeffer abschmecken.
Rezept für glutenfreien, zuckerfreien und laktosefreien Brownie. Zutaten: 4 Eier, 5 EL Kokosöl, 2 Tafeln zuckerfreie Zartbitterschokolade, eine Handvoll Cranberries, eine Handvoll Mandelblättchen oder gehackte Walnüsse, 2 EL Kokosmehl (optional), Xylit nach Geschmack. Zubereitung: Kokosöl und Schokolade im Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen. Cranberries und Nüsse unterrühren. Die Eier trennen, das Eiweiß steif schlagen. Die Eigelbe sowie Süßungsmittel und Kokosmehl unter die Schokoladenmasse rühren, anschließend den Eischnee vorsichtig unterheben. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen, die Masse hineinfüllen und im vorgeheizten Ofen bei Ober-/Unterhitze 20 bis 30 Minuten backen. Vollständig auskühlen lassen.