Kontinuierliches Laufen, schlecht ausgewählte Ernährung, mangelnde körperliche Aktivität oder chronischer Stress können sich negativ auf die Gesundheit und insbesondere auf die Funktion des Darms auswirken. Alle Störungen des Verdauungssystems erschweren den täglichen Ablauf. Durchfall, Verstopfung oder Bauchschmerzen verhindern oft die Arbeit. Die Bestimmung und das Verständnis der Ursache des Problems sind entscheidend. Eine mögliche Ursache ist IBS. Was ist diese Störung und wie kann man sie verwalten?
Was ist das Reizdarmsyndrom?
Das Reizdarmsyndrom (IBS) ist eine funktionelle Darmerkrankung, bei der wiederkehrende Bauchschmerzen durchschnittlich mindestens einen Tag pro Woche über die letzten drei Monate hinweg auftreten. Für die Diagnose müssen mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt sein: 1) Verbindung mit der Entleerung, 2) Veränderung der Häufigkeit der Stuhlentleerungen, 3) Modifikation der Stuhlform. Früher wurde IBS nicht als eigenständige Krankheit anerkannt. Heute erfolgt die Diagnose anhand der sogenannten Rom-IV-Kriterien. Man unterscheidet Formen mit Durchfall, Verstopfung, gemischte oder nicht klassifizierbare Varianten. Die Diagnose stellt ein Gastroenterologe. Das Reizdarmsyndrom ist weltweit verbreitet, besonders in hochentwickelten Ländern. Dies könnte mit einem ungesunden Lebensstil zusammenhängen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, insbesondere im Alter von 20–40 Jahren. Die Erkrankung kann, muss aber nicht, familiär auftreten. Das Reizdarmsyndrom beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität der Patienten, sondern verursacht auch erhebliche Kosten im Gesundheitssystem. Eine Übersichtsstudie aus dem Jahr 2003 zeigte, dass IBS einer der häufigsten Gründe für Besuche in gastroenterologischen Praxen und für die Ausstellung von Krankschreibungen durch Internisten ist (J. M. Inadomi, M. B. Fennerty, D. Bjorkman 2003).
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