Das Immunsystem ist ein sehr komplexes und effizient arbeitendes System aus Organen und Zellen, die zusammenarbeiten, um schädliche Mikroorganismen zu bekämpfen, die in den Körper eindringen. Um richtig zu funktionieren und uns vor Krankheiten zu schützen, benötigt es Unterstützung, die wir ihm durch die Zufuhr von geeigneten Nährstoffen und die Verwendung von pflanzlichen Extrakten bieten können.
Stoffe zur Stärkung des Immunsystems
Natürliche Immunstimulatoren, die als Β-Glucane bezeichnet werden, aktivieren täglich zahlreiche Immunzellen, darunter vor allem Makrophagen. Dadurch stärken sie die Abwehrkräfte des Körpers gegen bakterielle, virale, pilzbedingte oder parasitäre Erkrankungen. Zudem verbessern sie die Wirksamkeit von Antibiotika. Im Jahr 2002 stellte die FDA (Food and Drug Administration) fest, dass die tägliche Einnahme von 3 g β-Glucan in Kombination mit 30–35 g Ballaststoffen die Aktivität des Immunsystems erhöht. Eine solche Menge dieser Inhaltsstoffe findet sich beispielsweise in 2/3 Tassen Haferflocken oder 1/3 Tasse Weizenkleie. Auch bestimmte Pilze wie Austernpilze oder asiatische Shiitake-Pilze sind reich an diesen Verbindungen. Probiotika und Präbiotika – Bakterien der Gattungen Lactobacillus und Bifidobacterium sowie kohlenhydrathaltige Substanzen, die ihr Wachstum fördern (z. B. Inulin) – spielen eine entscheidende Rolle für die Aufrechterhaltung der Immunität. Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass ein erheblicher Teil des Immunsystems in der Nähe der Darmschleimhaut angesiedelt ist. Immunzellen, die in den sogenannten Peyer-Plaques lokalisiert sind, können schnell auf über die Nahrung aufgenommene Pathogene reagieren und „lernen“, gegenüber welchen Nahrungsproteinen Toleranz zu entwickeln (was Allergien vorbeugt). Milchsäurebakterien, die die Darmschleimhaut besiedeln, schützen den Körper auf verschiedene Weise vor Krankheiten. Zum einen konkurrieren sie mit pathogenen Mikroorganismen, indem sie ihnen den Platz und die Nährstoffe streitig machen und sogar spezifische Substanzen wie Bakteriocine oder Milchsäure produzieren, die das Milieu ansäuern und so unbewohnbar machen. Sie aktivieren Makrophagen zur Antigenpräsentation für B-Lymphozyten und zur Phagozytose, steigern die Antikörperproduktion und erhöhen die Anzahl der NK-Zellen und Lymphozyten im peripheren Blut, wobei sie auch die Cytokinausschüttung beeinflussen. Zudem fördern sie die Schleimproduktion, was das Anhaften und Abtransport von pathogenen Mikroorganismen erleichtert. Nahrungsquellen: Joghurt, Nahrungsergänzungsmittel, fermentierte Lebensmittel, funktionelle Lebensmittel.
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