Wichtigste Fakten auf einen Blick
Parkinson-Erkrankung ist eine chronische fortschreitende Störung, die das Nervensystem betrifft, vor allem im Bereich der sogenannten schwarzen Substanz und des extrapyramidalen Systems. Die schwarze Substanz und das extrapyramidale System sind für die Entwicklung und Steuerung automatischer, unbewusster Bewegungen verantwortlich, wie zum Beispiel das Aufrechterhalten des Gleichgewichts und der richtigen Körperhaltung sowie sie beeinflussen die Fließfähigkeit und den Verlauf bewusster Bewegungen. Der Hauptnachteil des Zerfalls von Neuronen in dieser Region ist ein Mangel am Neurotransmitter Dopamin, was zu einer Störung der Übertragung von Signalen zwischen den Gehirnzellen führt.
Das sind die Symptome von Parkinson-Krankheit
Die Symptome beziehen sich hauptsächlich auf das Bewegungssystem. Der Kranke geht und bewegt sich langsam (Bradykinesie), rutscht mit den Beinen, beugt sich vorwärts (Propulsie), seine Haltung ist instabil, das Risiko eines Sturzes hoch, die Muskeln der Gliedmaßen und des Fleisches sind steif, tritt unfrei, die Gesichtsauswirkung wird schwach (Mask-Anscheinung), das Sprechen ist unklar und das Schreiben wird allmählich schwach, bis es unlesbar wird (Micrographie).
Parkinson-Krankheit ist eine Ursache
Die Ursachen der degenerativen Veränderungen, die die Symptome von Parkinson verursachen, sind leider nicht bekannt. Die Krankheit ist nicht vererbt. Ungefähr 10% der Patienten zeigen jedoch spezifische genetische Mutationen, die bei ihren Verwandten, die auch an der Krankheit leiden, festgestellt wurden.
Die Parkinson-Krankheit ist eine Diagnose
Bisher gibt es keinen konkreten diagnostischen Test, der zur eindeutigen Erkennung der Krankheit dient. Der Arzt beurteilt vor allem die Symptome und den Verlauf der Erkrankung.
Parkinsons-Krankheit ist eine Behandlung
Die medikamentöse Therapie der Parkinson-Krankheit basiert primär auf dem Ausgleich des dopaminergen Defizits. Goldstandard ist Levodopa (L-Dopa) in Kombination mit einem Decarboxylasehemmer. Ergänzend werden Dopaminagonisten, MAO-B-Inhibitoren und COMT-Hemmer eingesetzt. Bei fortgeschrittener Erkrankung und medikamentösen Fluktuationen bietet die Tiefe Hirnstimulation (THS) im Nucleus subthalamicus eine hochwirksame neurochirurgische Behandlungsoption.
Parkinson-Krankheit Die Rolle von Nahrung: Kalorienzufuhr und Proteinversorgung
Die Ernährung spielt bei Parkinson eine zentrale Rolle. Wichtig ist das Timing der Proteinzufuhr: Da Nahrungseiweiße (große neutrale Aminosäuren) über denselben Transporter im Dünndarm und an der Blut-Hirn-Schranke wie Levodopa aufgenommen werden, sollte L-Dopa 30–60 Minuten vor proteinhaltigen Mahlzeiten eingenommen werden. Bei motorischen Schwankungen empfiehlt sich eine proteinredistribuierte Diät, bei der Eiweiß primär auf die Abendmahlzeit verlagert wird.
Parkinson-Krankheit Die Rolle der Ernährung: Das Risiko für Osteoporose
Aufgrund von Bewegungsmangel, Gangunsicherheit und verändertem Knochenstoffwechsel haben Parkinson-Patienten ein stark erhöhtes Risiko für Osteoporose und Stürze. Eine ausreichende Zufuhr von Calcium (1000–1200 mg/Tag) und Vitamin D3 (mindestens 2000 IE/Tag, angepasst an Serum-25(OH)D) ist unverzichtbar. Regelmäßige Knochendichtemessungen (DEXA) und gezieltes Gleichgewichtstraining schützen vor folgenschweren Frakturen.
Parkinson-Krankheit Ernährungsrolle: weitere Empfehlungen
Zu den weiteren diätetischen Empfehlungen gehören: Ausreichend Ballaststoffe und mindestens 2 Liter Flüssigkeit täglich zur Behandlung der häufigen neurogenen Obstipation; Anpassung der Nahrungskonsistenz bei Dysphagie (Schluckbeschwerden); sowie reichlich Antioxidantien (Polyphenole, Vitamin E, Vitamin C) zur Reduktion von oxidativem Stress im Nervensystem.