In den vergangenen Jahren wurde verstärkt die Bedeutung der nicht nur frühen Erkennung und Behandlung von Krankheiten, sondern auch ihrer Prävention betont. In diesem Zusammenhang spielen täglich getroffene Entscheidungen über den Lebensstil, einschließlich Ernährung, körperlicher Aktivität und Freizeitgestaltung, eine wichtige Rolle. Die Medizin des Lebensstils ist ein vergleichsweise neues Wissenschaftsfeld, das sich mit diesen Themen beschäftigt. Was sind ihre Ziele und wie unterscheidet sie sich von der traditionellen Medizin?
Konzept der Lebensstilmedizin
Lebensstilmedizin ist ein medizinischer Zweig, der therapeutische Veränderungen von Alltagsgewohnheiten als Hauptinstrument bei der Behandlung chronischer Krankheiten wie Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes und Adipositas einsetzt. Fachleute auf diesem Gebiet stützen sich auf wissenschaftliche Daten, und ihre Therapie konzentriert sich auf den Patienten als Ganzes und bindet ihn häufig in den therapeutischen Prozess ein. Dadurch ist eine effektive Behandlung und oft auch die vollständige Heilung der genannten Krankheiten möglich. Die Lebensstilmedizin konzentriert sich auf sechs Hauptbereiche, die als Säulen bezeichnet werden: Ernährung, körperliche Aktivität, Ruhephasen, Rauchen (und andere Substanzen), soziale Unterstützung und Umgang mit Stress.
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