Fettleibigkeit ist zweifellos eine der wichtigsten Epidemien des 21. Jahrhunderts. Leider deuten die Prognosen darauf hin, dass die Schwere dieser Krankheit von Jahr zu Jahr zunehmen wird. Eine Studie der Harvard T. H. Chan School of Public Health deutet darauf hin, dass bis 2030 mehr als die Hälfte der Amerikaner an Fettleibigkeit leiden wird und ein Viertel von ihnen die Diagnose Fettleibigkeit Typ 2 (BMI über 35 m2/kg) erhalten wird.
Was versteht man unter dem Darmmikrobiom?
Das Darmmikrobiom besteht aus Billionen von Mikroorganismen, darunter Bakterien, Viren, Pilze, Archaeen und Eukaryoten, die im menschlichen Darm leben. Diese Mikroben ernähren sich von unverdauten Nahrungsresten, Schleim aus dem Verdauungssystem und toten Zellen, die darin enthalten sind. Im Gegenzug produzieren sie zahlreiche für den Körper vorteilhafte Substanzen, wie kurzkettige Fettsäuren, Vitamine oder entzündungshemmende Verbindungen. Allerdings ist zu beachten, dass einige Mikroorganismen gesundheitsschädliche Stoffe wie Neurotoxine, karzinogene Substanzen und Immunotoxine hervorbringen. Bei gesunden Menschen überwiegen Bakterien der Gattungen Firmicutes und Bacteroides. Eine gestörte Darmmikrobiota (Dysbiose) kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinträchtigen und zur Entstehung verschiedener Krankheiten, einschließlich Adipositas, beitragen (J. Miyamoto et al., 2019).
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