Stresssituationen sind der ständige Begleiter der meisten Menschen. Anhaltender Stress erzeugt Spannungen, die zu unangenehmen Gefühlen führen. In Zeiten starker Spannungen ist eine schnelle Reaktion erforderlich, um sie zu lindern. Deshalb greifen viele Menschen auf Suchtverhalten wie Rauchen, Alkoholkonsum oder Essen zurück, um mit Stress umzugehen. Diese Lösungen bieten sofortige Erleichterung, lösen aber nicht die grundlegenden Probleme. Leider können Sie Stress nicht vollständig aus Ihrem Leben entfernen, aber Sie können lernen, damit umzugehen. Wie kann man aufhören, ein Opfer von Stress zu sein?
Stress: Definition, physiologische Abläufe und psychologische Folgen einer allgegenwärtigen Körperreaktion
Stress repräsentiert eine komplexe Kombination biologischer und emotionaler Reaktionen, die der Organismus als Antwort auf externe oder interne Reize aktiviert, welche als Bedrohung, Herausforderung oder Belastung wahrgenommen werden. Basierend auf den grundlegenden Arbeiten von Hans Selye aus dem Jahr 1963 unterscheidet die wissenschaftliche Literatur zwei zentrale Stressformen: **Eustress** (auch als *mobilisierender* oder *kurzfristiger Stress* bezeichnet), der eine anpassungsfördernde Rolle spielt, indem er zu effizientem Handeln und der Erreichung gesetzter Ziele anregt, sowie **Distress** (*chronischer* oder *langfristiger Stress*), dessen anhaltende Einwirkung zu Störungen des inneren Gleichgewichts, einer Schwächung des Immunsystems und einer Verschlechterung der allgemeinen psychischen und körperlichen Gesundheit führt. Entscheidend ist daher die Differenzierung zwischen diesen beiden Zuständen, da der erste persönliches Wachstum begünstigen kann, während der zweite mit dem Risiko schwerwiegender Funktionsstörungen des Organismus verbunden ist.
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