Das Hormon, das für Stress verantwortlich ist und allgemein als Cortisol bezeichnet wird, wird oft als Ursache für viele Fehlfunktionen des Körpers genannt. Kann die Ergänzung in diesem Fall hilfreich sein? Wie kann man den erhöhten Cortisolspiegel wirksam senken? Welche Anzeichen zeigen einen übermäßigen Cortisolspiegel an?
Cortisol: Definition, Syntheseort und regulatorische Mechanismen seiner Freisetzung im menschlichen Körper
Cortisol zählt zu den glukokortikoiden Steroidhormonen, deren Biosynthese auf der metabolischen Umwandlung von Cholesterin basiert. Dieser Prozess wird durch neuroendokrine Signale aus dem Hypothalamus eingeleitet, während die eigentliche Produktion und Freisetzung des Hormons in der *Zona fasciculata* der Nebennierenrinde stattfindet. Die Abfolge der Reaktionen umfasst:
– die Ausschüttung von Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH) im Hypothalamus;
– die Stimulierung der kortikotropen Zellen im Hypophysenvorderlappen durch CRH, was zur Sekretion von Adrenokortikotropem Hormon (ACTH) führt;
– die Bindung von ACTH an spezifische Rezeptoren in der Nebennierenrinde, die die Synthese und Abgabe von Cortisol in den Blutkreislauf auslöst.
Die Cortisolkonzentration unterliegt einem ausgeprägten zirkadianen Rhythmus: Die höchsten Werte (ca. 16 Mikrogramm pro Deziliter) werden morgens zwischen 7:00 und 8:00 Uhr gemessen, während die Werte abends (nach 16:00 Uhr) im Durchschnitt auf etwa 4 µg/dl absinken. Dies spiegelt die physiologische Regulation der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (*HPA-Achse*) wider.
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