Die Suche nach vertrauenswürdigen Informationen zur Ernährung kann schwierig und beängstigend sein, da wir von widersprüchlichen Ernährungsratschlägen umgeben sind. Warum unterliegen die Empfehlungen zur Ernährung so häufigen Anpassungen? Warum gibt es keinen einheitlichen Ernährungsplan, der für alle ideal ist?
Die Ernährungswissenschaft befindet sich noch in der Entwicklungsphase
Die Ernährungswissenschaft ist im Vergleich zu anderen Disziplinen relativ jung. Die Medizin hat ihre Wurzeln 3000 Jahre vor Christus und entwickelte sich im alten Ägypten. Im 5. Jahrhundert vor Christus führte man in der Antike anatomische Studien an Schweinen durch und experimentierte mit Hühnchenembryonen. Im Jahr 1796 wurde erstmals ein Impfstoff gegen echte Masern erfolgreich eingesetzt. 1853 wurde DNA erstmals beschrieben. 1747 führte der schottische Arzt James Lind die erste klinische Studie durch, die bewies, dass der Verzehr von Zitrusfrüchten Tuberkulose heilen kann. Erst 1932 wurde Vitamin C isoliert und nachgewiesen, dass dessen Mangel die Ursache der Krankheit ist. 1902 schätzte Wilbur Atwater den Energiegehalt von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen. Der Zusammenhang zwischen niedrigem HDL-Spiegel und Herzerkrankungen wurde in den 1970er Jahren festgestellt. Wissenschaftliche Entdeckungen benötigen Zeit, viele Versuche und oft Fehler. Im Vergleich zur Medizin, Chemie oder Physik befindet sich die Ernährungswissenschaft noch in der Entwicklungsphase, daher müssen wir auf weitere bahnbrechende Entdeckungen noch warten.
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