Der Inhalt der drei
Jugendakne: Ätiologie, klinische Manifestationen und pathogenetische Prozesse
Die *Acne vulgaris*, umgangssprachlich auch als "Jugendakne" bezeichnet, zählt zu den häufigsten dermatologischen Erkrankungen und betrifft nahezu die gesamte Bevölkerung in irgendeiner Lebensphase, mit einer besonders hohen Prävalenz während der Pubertät. Dieses Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch das Auftreten nicht-entzündlicher Komedonen (offene und geschlossene Mitesser) sowie entzündlicher Läsionen wie Papeln, Pusteln, Knoten und Zysten, die vor allem in talgdrüsenreichen Regionen – Gesicht, Rücken und oberer Brustbereich – lokalisiert sind. Die Pathogenese der Akne ist multifaktoriell und umfasst sowohl endogene als auch exogene Faktoren. Zu den zentralen Mechanismen gehören: **eine gestörte Keratinisierung der Follikelöffnungen**, die zu einer Verstopfung der Poren und der Bildung von Mikrokomedonen führt; **eine übermäßige Talgproduktion**, die durch Androgene stimuliert wird; **die Besiedlung und Vermehrung des Bakteriums *Cutibacterium acnes*** (ehemals *Propionibacterium acnes*), das eine entzündliche Reaktion auslöst; sowie **die immunologische Antwort des Körpers**, die durch die Freisetzung proinflammatorischer Mediatoren gekennzeichnet ist. Epidemiologische Studien bestätigen, dass fast 100 % der Bevölkerung während der Pubertät zumindest milde Akne-Symptome entwickeln, wobei der Schweregrad der Erkrankung durch genetische Prädispositionen, hormonelle Faktoren (z. B. erhöhter Testosteronspiegel) und Umweltfaktoren (Ernährung, Stress, Kosmetika) beeinflusst werden kann. Besonders hervorzuheben ist die **Acne fulminans**, eine seltene, aber schwerwiegende Form der Jugendakne, die nicht nur durch Hautveränderungen, sondern auch durch systemische Symptome wie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, Gewichtsverlust sowie laborchemische Abweichungen (beschleunigte Blutsenkungsgeschwindigkeit, Leukozytose) gekennzeichnet ist.
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