Der innere Kritiker ist eine Stimme in unserem Kopf, die jeden in geringerem oder größerem Maße begleitet. Er kommentiert Entscheidungen und Entscheidungen, bewertet Verhaltensweisen, beleidigt, weist auf Fehler hin und verhindert das Handeln. Er beeinflusst zweifellos das Selbstwertgefühl, verschlechtert die Stimmung und erschwert das richtige Funktionieren. Sein Einfluss ist in verschiedenen Lebensbereichen spürbar, auch im Zusammenhang mit der Ernährung, wodurch er die körperliche und emotionale Gesundheit beeinflusst. Deshalb ist es so wichtig, zu verstehen, welche Faktoren dazu beitragen, dass er entsteht und wie wir effektiv damit umgehen können.
Der Einfluss des inneren Kritikers auf das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen: psychologische Mechanismen und verhaltensbezogene Konsequenzen
Das Selbstwertgefühl repräsentiert eine individuelle, subjektive Bewertung der eigenen Fähigkeiten, Charaktereigenschaften, Errungenschaften sowie des allgemeinen Selbstbildes, das eine Person von sich selbst entwirft. Ein vermindertes Selbstwertgefühl geht häufig mit einem Mangel an Selbstvertrauen einher und fördert die Neigung zu einer negativen Selbsteinschätzung. Im Gegensatz dazu bezeichnet das Selbstwertgefühl — verstanden als eine tief verwurzelte Überzeugung von der eigenen Würdigkeit, Respekt, Annahme und Liebe zu erfahren, sowie vom Recht auf die Verfolgung persönlicher Bedürfnisse, Träume und Lebensziele (wie in den Studien von N. AlHarbi aus dem Jahr 2022 dargelegt) — eine erhebliche Beeinflussung durch den inneren Dialog. Diese innere Stimme, die die Rolle eines Kritikers einnimmt, äußert oft destruktive Botschaften wie: *„Deine Figur entspricht nicht den akzeptablen Normen“*, *„Du solltest deutlich besser aussehen“* oder *„Dein Gewicht ist problematisch“*. Solche Äußerungen, die sich vorrangig auf das äußere Erscheinungsbild, das Körpergewicht oder die Statur konzentrieren, besitzen das Potenzial, das Selbstwertgefühl tiefgreifend zu untergraben und die Selbstwahrnehmung zu destabilisieren. Als Folge davon kann Nahrung zu einer Quelle des Trostes werden — sei es durch exzessives Essen als Reaktion auf Stress oder durch extreme Diäten, die darauf abzielen, das Aussehen zu „korrigieren“. Ironischerweise können beide Verhaltensweisen — sowohl übermäßige Einschränkungen als auch episodisches Überessen — zu einem Teufelskreis führen, in dem eine strenge Selbstbewertung die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung gesunder Ernährungsgewohnheiten weiter beeinträchtigt, wie die Forschungsergebnisse von S. Cella aus dem Jahr 2021 nahelegen.
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