Ein bösartiger Tumor ist eine übermäßig wachsende Gewebemasse, die ihren Fortschritt fortsetzt, selbst nach der Entfernung seiner Quelle. Jede Körpergewebeart kann auf unterschiedliche Weise degenerieren, was zu der Entstehung vieler unterschiedlicher Krebsarten führt. Die Hauptursachen für die Entstehung von Krebs sind: Krebsgene, auslösende Faktoren aus der Zellumgebung und ein geschwächtes Immunsystem. Mehr als die Hälfte aller Krebsfälle wird durch Umweltfaktoren verursacht, wobei eine unzureichende Ernährung eine der Hauptursachen in etwa 30–40% der Fälle ist.
Kanzerogene Faktoren: biologische, chemische und physikalische Krebsrisiken im Überblick
Man unterscheidet drei grundlegende Kategorien kanzerogener Auslöser, die zur Entstehung von Krebserkrankungen beitragen: biologische, chemische und physikalische Faktoren. Diese können – sowohl isoliert als auch in Kombination – genetische Mutationen begünstigen oder direkt auslösen, was langfristig das Risiko für maligne Tumorbildung deutlich erhöht. Zu den biologischen Kanzerogenen zählen Pathogene wie Bakterien, Viren, Protozoen und parasitäre Würmer, deren chronische Präsenz im Organismus die Transformation gesunder Zellen in Krebszellen fördern kann. So schwächt etwa das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) durch anhaltende Immunsuppression die Abwehrkräfte, was die Entstehung von Gefäßsarkomen sowie – insbesondere – zerebralen Lymphomen begünstigt. Die Infektion mit *Helicobacter pylori* steht wiederum in direktem Zusammenhang mit der Entwicklung von Magenkarzinomen, während bestimmte Parasitenarten (z. B. *Schistosoma haematobium*) als Auslöser für Blasen-, Rektum- und Gallenwegstumoren identifiziert wurden.
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