Es besteht kein Zweifel, dass die gesunde Ernährung immer beliebter wird. Viele Menschen sind daran interessiert, ihre Gesundheit zu erhalten und bemühen sich, die Regeln einer ausgewogenen Ernährung einzuhalten. Doch in bestimmten Situationen kann der Wunsch, eine gesunde Ernährung beizubehalten, zu einer Störung führen, die sich negativ auf den Körper auswirken kann. Kann es wirklich sein, dass ein Lebensstil, der auf Gesundheit ausgerichtet ist, eine gefährliche Krankheit auslösen kann?
Orthorektion grundlegende Informationen
Orthorexie ist ein neuer Typ von Essstörung, der noch nicht als eigenständige Einheit anerkannt wurde. Der Name stammt von den griechischen Wörtern 'orthos', was 'richtig' bedeutet, sowie 'orexia' Appetit. Der Begriff bezieht sich auf die obsessive Kontrolle über die verzehrten Mahlzeiten, die Wahl nur gesunder Produkte und solcher höchster Qualität. Der Begriff Orthorexie wurde von dem amerikanischen Arzt Steven Bratman eingeführt, der von den Auswirkungen einer Eliminationsdiät überzeugt war. Auf der Grundlage seiner eigenen Beobachtungen und der seiner Patienten kam er zu dem Schluss, dass eine übermäßige Konzentration auf die Ernährung zu erheblichen Einschränkungen bei der Aufnahme von Lebensmitteln führen kann und für die Gesundheit und das Leben der betroffenen Person gefährlich sein kann. In der fortgeschrittensten Phase verzichten viele Patienten vollständig auf die Aufnahme irgendwelcher Lebensmittel, was zu einer unzureichenden Deckung des Energiebedarfs und in der Folge zu Mangelernährung führt. Es wird geschätzt, dass Orthorexie bei 7% der Bevölkerung auftritt, wobei sie häufiger bei Männern auftritt (A. Michalska et al. 2016).
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