In der heutigen schnelllebigen Zeit hat eine beträchtliche Anzahl von Gesellschaftsmitgliedern Probleme damit, eine angemessene Schlafhygiene aufrechtzuerhalten. Es treten Schwierigkeiten beim Einschlafen trotz Erschöpfung oder ein Gefühl von Schlaflosigkeit nach dem Aufwachen auf. Diese Schwierigkeiten resultieren oft aus Überarbeitung und Stress, aber auch aus einer unzureichenden Auswahl an Mahlzeiten. Eine angemessene Ernährung kann jedoch eines der Elemente sein, die die Behandlung von Schlaflosigkeit unterstützen.
Die Charakterisierung von Schlaflosigkeit
Schlaflosigkeit kann definiert werden als Schwierigkeiten beim Schlafen und/oder beim Aufrechterhalten von Schlafstörungen, zu früh aufzuwachen und zu deutlich verschlechterterter psychischer und sozialer Funktionsfähigkeit oder als subjektiv empfundene schlechte Schlafqualität, die das Funktionieren während des Tages negativ beeinflusst. Um die Daten zu qualifizieren, muss sie mindestens 3 Nächte in der Woche auftreten und zu Müdigkeit, Irritation, Schläfrigkeit am nächsten Tag führen, Konzentrations-, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungsschweren, oder eine eindeutige Verschlechterung der psychischen und gesellschaftlichen Funktionsqualität. Probleme mit dem Schlafen dürfen nicht aufgrund zu kurzer Schlafdauer oder ungeeigneter Schlafbedingungen wie Lärm, Licht oder unzureichender Raumtemperatur auftreten. Die Häufigkeit von Schlaflosigkeit nimmt mit zunehmendem Alter zu, tritt jedoch auch bei Kindern und Jugendlichen auf. Schätzungsweise leiden etwa 20% der erwachsenen Polen an Schlaflosigkeit, und der Anteil kann bei älteren Menschen höher sein und mehr als 50% betragen (A. Kańtoch 2016). Epidemiologische Daten für Kinder sind weniger genau und deuten auf das Auftreten von Schlaflosigkeit bei einigen bis zu mehreren Prozent (M. Kaczor, M. Skalski 2016). Schlaflosigkeit tritt häufiger bei Frauen, insbesondere alleinstehenden Frauen, auf als bei Männern, und bei letzteren ist die Gruppe mit erhöhtem Risiko die Arbeitslosen (I. Grabska-Kobyłecka, D. Nowak 2014). Polen, in dem die Häufigkeit von Schlaflosigkeit bei 17,6% der bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe ab 15 Jahren liegt, befindet sich im Bereich des europäischen Durchschnitts (A. Ostrowska 2018). Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede zwischen der Gesamtbevölkerung und älteren Menschen, was zum Teil auf die frühere sozioökonomische Situation des Landes zurückzuführen ist. In den europäischen Ländern ist auch ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Schlafstörungen und dem Wohlstand der Gesellschaft zu beobachten. Je höher das BIP (Bruttoinlandsprodukt) pro Kopf, desto geringer ist die Häufigkeit von Schlaflosigkeit. Leider schneidet Polen in diesem Vergleich am schlechtesten ab und liegt weit hinter Ländern wie Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland oder den Niederlanden (A. Ostrowska 2018).
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