Nichtalkoholische Fettleberstörung (NAFLD) tritt bei Menschen, die keinen Alkohol konsumieren, in Entwicklungsländern immer häufiger auf und betrifft bis zu 25% der Weltbevölkerung. In Polen leidet ungefähr 15% der Bevölkerung an dieser Krankheit. Es wird zunehmend bei Menschen verschiedener Alters- und Gesellschaftsgruppen, einschließlich Kindern und Jugendlichen, festgestellt.
Nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD): Definition, Merkmale und Symptomatik im Überblick
Die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) beschreibt einen pathologischen Zustand, bei dem es zu einer übermäßigen Einlagerung von Fetten – vornehmlich Triglyceriden – in den Leberzellen (Hepatozyten) kommt. Unter physiologischen Bedingungen sollte der Fettanteil in der Leber maximal 5 % ihres Gesamtgewichts betragen; eine Überschreitung dieses Schwellenwerts wird als Verfettung des Organs klassifiziert. Ein erheblicher Anteil der NAFLD-Patienten leidet gleichzeitig unter abdominaler Adipositas, Insulinresistenz oder manifestem Diabetes mellitus Typ 2 sowie unter Lipidstoffwechselstörungen variierenden Schweregrads. Der Krankheitsverlauf gestaltet sich häufig asymptomatisch oder ist durch unspezifische Beschwerden gekennzeichnet, zu denen chronische Erschöpfungszustände, ein allgemeines Unwohlsein, eine reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen, dumpfe Schmerzen im rechten Oberbauch sowie eine palmare Erythembildung (Rötung der Handflächen) zählen. Die auftretenden Symptome können zudem auf begleitende metabolische Erkrankungen zurückzuführen sein, was die eindeutige Diagnosestellung erschwert.
Sie haben begonnen, einen PRO-Artikel zu lesen
Sie können das erste Kapitel lesen. Um den gesamten Artikel zu lesen und alle Inhalte freizuschalten, wechseln Sie zum PRO-Konto.