Herz-Kreislauf-Erkrankungen lassen sich leichter verhindern als behandeln, daher bemüht sich die wissenschaftliche Gemeinschaft seit Jahren, die wichtigsten Elemente einer gesunden präventiven Ernährung zu bestimmen. Heute ist bewiesen, dass die Grundlage der Prävention regelmäßige Untersuchungen, ein aktiver Lebensstil und vor allem eine ausgewogene Ernährung sind. Doch im Bereich der Ernährung ist nicht alles so einfach und es gibt einige Paradoxe, die selbst für erfahrene Wissenschaftler schwer zu verstehen sind. Warum scheint die französische Ernährung vorteilhafter zu sein als andere Diäten auf der Welt? Und hat das mit der Inuit-Diät zu tun?
Kardiovaskuläre Erkrankungen (CVD): Epidemiologie, Pathomechanismen und präventive Strategien
Kardiovaskuläre Erkrankungen (CVD) umfassen eine Gruppe heterogener pathologischer Zustände, zu denen unter anderem das akute Koronarsyndrom, die ischämische Herzinsuffizienz sowie zerebrovaskuläre Ereignisse wie Schlaganfälle zählen. Der gemeinsame Nenner dieser Erkrankungen liegt in der progressiven Arteriosklerose – einem chronisch-entzündlichen Prozess, der zur Ablagerung lipid- und zellreicher Plaques (sogenannte arteriosklerotische Plaques) in der Gefäßwand führt und dadurch eine zunehmende Stenose oder sogar einen vollständigen Verschluss des Gefäßlumens bewirkt. Die Folge dieses pathologischen Geschehens ist eine gestörte Gewebeperfusion, die in extremen Fällen zu Nekrosen führen kann, etwa im Myokard (Herzinfarkt) oder im Gehirn (ischämischer Schlaganfall), wie Richardson et al. (2022) in ihren Studien darlegen. Epidemiologische Daten belegen eindeutig, dass CVD weltweit die häufigste Todesursache darstellen und ihre Inzidenz kontinuierlich ansteigt – ein Trend, der mit der demografischen Alterung der Bevölkerung, der Verbreitung einer Ernährung mit hohem Anteil an raffinierten Kohlenhydraten und Transfetten sowie einem zunehmenden Anteil an Personen mit sitzender Lebensweise zusammenhängt (Richardson et al., 2022). Der zentrale Ansatz zur Bekämpfung dieser Entwicklung besteht in der Implementierung einer umfassenden Primärprävention, die auf regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, der Modifikation von Risikofaktoren (insbesondere der Ernährungsgewohnheiten) und der Förderung körperlicher Aktivität basiert. Aus diesem Grund konzentrieren sich Forscher weltweit auf die Identifizierung von Nahrungsbestandteilen, deren regelmäßige Aufnahme das Risiko für die Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen signifikant senken kann – ein prioritärer Schwerpunkt der modernen präventiven Medizin.
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