Senkfuß und Plattfuß: Ätiologische Faktoren, Risikobewertung, therapeutische Ansätze sowie die Bedeutung von Krafttraining für die biomechanische Fußrehabilitation
Der Knick-Senk-Fuß (auch Pes planus genannt) repräsentiert eine biomechanische Störung, die durch eine Abflachung oder einen vollständigen Verlust des Fußlängsgewölbes gekennzeichnet ist, was zu einer Vergrößerung der Auflagefläche führt. Diese Kondition kann sowohl angeboren sein – bedingt durch fehlerhafte pränatale oder frühkindliche Entwicklung der knöchern-bändrigen Strukturen – als auch erworben, ausgelöst durch Faktoren wie: chronische statisch-dynamische Überlastung (z. B. bei Berufen mit langem Stehen), mechanische Traumata (Frakturen des Sprungbeins oder Mittelfußes), neurologische Erkrankungen (z. B. diabetische Neuropathie) oder degenerative Prozesse (Arthrose der Fußgelenke).
Aus klinischer Sicht kann ein unbehandelter Plattfuß eine Kaskade orthopädischer Komplikationen auslösen, darunter: chronische Schmerzen in Füßen und Unterschenkel, verursacht durch fehlerhafte Belastungsverteilung; Hallux-valgus-Deformitäten, resultierend aus veränderter Belastungsachse im Vorfuß; Plantarfasziitis, als Folge übermäßiger Spannung des Bindegewebes; sowie Funktionsstörungen des Knie- und Hüftgelenks, verbunden mit kompensatorischen Veränderungen in der kinematischen Kette der unteren Extremität. Die Diagnostik stützt sich auf podoskopische Untersuchungen, Ganganalysen (Gait Analysis) und radiologische Bildgebung (Röntgen unter Belastung), die eine Bewertung des Meary-Winkels und der Gewölbehöhe ermöglichen.
Die Therapie des Plattfußes ist multifaktoriell und sollte an Ätiologie und Schweregrad angepasst werden. Bei leichten bis mittelschweren Fällen bilden individuell angepasste orthopädische Einlagen die Basis, deren Aufgabe in der Korrektur der Belastungsachse und Unterstützung des Längsgewölbes liegt. Die Physiotherapie umfasst kräftigende Übungen für die Fußsohlenmuskulatur (z. B. Short-Foot-Exercise) sowie Dehnungsübungen für die Achillessehne und die Plantarfaszie, was die Elastizität des Gewebes verbessert. Bei fortgeschrittenen Fällen, insbesondere bei begleitenden Knochendeformitäten, werden chirurgische Eingriffe wie korrigierende Osteotomien oder Arthrodesen der Mittelfußgelenke in Betracht gezogen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Rehabilitation ist Krafttraining zur Stabilisierung von Fuß und Unterschenkel. Studien zeigen, dass regelmäßiges Ausführen von Widerstandsübungen wie Heel Raises (Zehenstand), Toe Curls (Zehenbeugung gegen Widerstand) oder resisted Inversion/Eversion (Supination/Pronation gegen Widerstand) zu einer signifikanten Steigerung der Muskelkraft und Propriozeption führt, was sich positiv auf die dynamische Kontrolle beim Gehen auswirkt. Wichtig ist, dass das Trainingsprogramm progressiv gestaltet und von Fachpersonal überwacht wird, um Überlastungen zu vermeiden, die Symptome verschlimmern könnten.
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