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Nitrate und Nitrite als Bestandteile unserer täglichen Mahlzeiten. Erfahren Sie, woher sie stammen.

Julia Wójcik

Julia Wójcik

2026-03-23
4 Min. Lesezeit
Nitrate und Nitrite als Bestandteile unserer täglichen Mahlzeiten. Erfahren Sie, woher sie stammen.
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Nitrate (V) und Nitrite sind Substanzen, die in unserer täglichen Ernährung vorkommen. Die alleinige Anwesenheit von Nitraten (V) stellt keine gesundheitliche Gefahr dar. Es ist jedoch darauf zu achten, dass diese Verbindungen in Nitrite umgewandelt werden können, die wiederum in Nitrosoamine überführt werden können, die Risikofaktoren für den Ausbruch zahlreicher Erkrankungen darstellen.

N-Nitrosoverbindungen und ihre nitrosierten Derivate: toxikologische Wirkmechanismen sowie gesundheitliche Konsequenzen basierend auf experimentellen Studien

Nitrat-Ionen (V) können durch die enzymatische Aktivität bestimmter oraler Bakterien zu Nitrit-Ionen (III) reduziert werden, welche unter den sauren Bedingungen des Magens einer Nitrosierungsreaktion unterliegen – einem Prozess, der zur Bildung von *N*-Nitrosoverbindungen führt. Zu den häufigsten Vertretern dieser Substanzklasse zählen *N*-Nitrosodimethylamin (NDMA) und *N*-Nitrosodipropylamin (NDPA). Eine detaillierte Auswertung der vorliegenden Studien – insbesondere solcher, die an Nagetiermodellen (primär Ratten) durchgeführt wurden – lässt Rückschlüsse auf mögliche Übertragbarkeit der Effekte auf den menschlichen Organismus zu. Von zentraler Bedeutung ist hier ihr **kanzerogenes Potenzial**, das mit einem erhöhten Risiko für die Entstehung von Tumoren im Gastrointestinaltrakt (Dickdarm, Ösophagus, Magen), im Harntrakt (Blase) sowie in den Nieren assoziiert wird. Darüber hinaus weisen *N*-Nitrosoverbindungen **genotoxische Eigenschaften** auf – sie induzieren Mutationen in der DNA – und zeigen **embryotoxische Wirkungen**, die zu Entwicklungsstörungen des Fötus führen können. Eine 2014 in *BioMed Research International* veröffentlichte Studie belegt zudem einen Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber diesen Verbindungen und kardiovaskulären Erkrankungen, dokumentiert anhand biochemischer Veränderungen bei Ratten: hierzu zählen eine gestörte Lipidhomöostase (erhöhte LDL-Konzentration bei gleichzeitig reduziertem HDL-Spiegel), ein Abfall der Antioxidantienlevel sowie eine Zunahme oxidativen Stresses durch akkumulierte freie Radikale. Diese Prozesse begünstigen die Entstehung von Atherosklerose und koronarer Herzkrankheit.

Nitrate und Nitrite – Vorkommen und Nahrungsquellen in der menschlichen Ernährung

Wissenschaftliche Untersuchungen zu den potenziellen Risiken von N-Nitrosoverbindungen werfen die Frage nach deren Herkunft auf. Von zentraler Bedeutung ist die Identifizierung der primären Quellen für Nitrate und Nitrite in der täglichen Ernährung, einschließlich verarbeiteter Fleischprodukte, landwirtschaftlicher Kulturen mit intensivem Pestizideinsatz sowie Gemüsesorten mit unterschiedlicher Akkumulationsfähigkeit dieser Verbindungen. Studien der Agrarakademie in Posen zeigen differenzierte Konzentrationen – von hohen Werten in Rettich, Schnittlauch oder Rhabarber bis hin zu minimalen Mengen in Tomaten, Paprika oder Karotten. Obwohl die meisten Lebensmittel die zulässigen Grenzwerte nicht überschreiten, kann eine bewusste Reduzierung des Verzehrs bestimmter Lebensmittelgruppen – insbesondere unter Berücksichtigung zusätzlicher Risikofaktoren wie Tabakrauchen – gesundheitliche Vorteile bringen. Das Prinzip von Paracelsus erinnert daran, dass die Dosis über die Toxizität entscheidet, was eine sachliche Herangehensweise ohne unnötige Besorgnis ermöglicht.
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