Mütterliche Bindung als präventiver Faktor gegen Essstörungen: Wie frühe Prägungen das Körperbild formen
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Die grundlegenden Wechselwirkungen zwischen einem Kind und seinen Bezugspersonen in den frühen Lebensjahren hinterlassen nachhaltige Spuren auf die psychische Entwicklung und prägen maßgeblich, wie die Person später ihre eigene Identität begreift, individuelle Bedürfnisse wahrnimmt und ihren physischen Körper deutet. Die Qualität dieser Beziehungen entscheidet darüber, ob sich der Mensch im Erwachsenenalter als übergewichtig, leicht rundlich, schlank oder gar ausgehungert wahrnimmt. Eltern tragen die zentrale Verantwortung dafür, ob das Verhältnis zum eigenen Körper von harmonischer Annahme und Fürsorge geprägt ist oder von tief verwurzelter Abneigung und Frustration. Die Stärke dieser ursprünglichen Bindungen kann als Quelle innerer Motivation und psychischer Widerstandsfähigkeit dienen – oder bei Störungen dieser Dynamik zu einem dauerhaften Gefühl der Fehlanpassung führen. Die Übereinstimmung des darauf aufbauenden inneren Körperbildes mit dem tatsächlichen Erscheinungsbild sowie das Ausmaß der Selbstakzeptanz in diesem Bereich können entweder eine schützende Funktion erfüllen oder im Gegenteil die Entstehung pathologischer Essverhaltensmuster wie Magersucht, Bulimie oder esssüchtiges Verhalten begünstigen.
Das Gefühl der Sicherheit
Aus der Vermischung der Empfindungen, Geräusche, Bilder und Gerüche entstehen in den ersten Eindrücken eines Neugeborenen drei feste Punkte: die Stimme der Mutter, ihr Geruch und der Geschmack ihrer Milch, die dem Kind ein kleines Gefühl von Sicherheit und Stabilität verleihen. Das Kind unterscheidet zunächst nicht zwischen den Gefühlen des eigenen Körpers und seinen Umgebungen.
Die Rolle der Berührung
Ein weiterer Schritt der Prävention ist unser Geste. Das Kind nimmt die Welt als Ganzes auf und wie ich bereits geschrieben habe, kann es zunächst nicht bestimmen, welche Gefühle, Empfindungen, Geräusche von außen fließen, die es selbst verursacht hat. Die Gefühle der Mutter, die warme Berührung auf der Haut helfen dem Kind, die Grenzen seines eigenen Körpers zu bestimmen. Diese Gesten haben eine weitere Bedeutung, sie bilden das Gefühl des Kindes für sein eigenes Körper.
Hilfe beim Verständnis von Emotionen
Die Gefühle des Kindes zu verstehen, erfordert von den Eltern eine gewisse Aufmerksamkeit, die auf seine Bedürfnisse ausgerichtet ist. Der Betreuer wird die Gefühle, die mit Langeweile, Schmerz und Wut verbunden sind, selbstverständlich als eine Sache betrachten. Die Eltern müssen ihren Kindern beibringen, diese Gefühle zu unterscheiden, sie zu benennen und auf sie zu reagieren, um den Bedürfnissen eines Kindes gerecht zu werden. Das Verständnis der Gefühle eines Kinds verlangt von ihren Eltern, dass sie sich auf die eigenen Gefühle konzentrieren. Die Beschreibung der Emotionen, der Schmerzen, der Zorn muss ihnen behilflich sein. Stellen Sie sich eine Situation vor, in der die meisten Eltern selbst bestimmen, was sie wollen.