Autorin Linda Spangle in ihrem Buch "Gewichtsverlust beginnt in deinem Kopf. In 100 Tagen zur Gewichtsabnahme" überzeugt sie den Leser, dass die Nahrungsaufnahme zwei entscheidende Rollen in unserem Leben spielen sollte: eine Energiequelle für unseren Körper zu sein und uns Vergnügen zu bereiten. Eine solche Haltung gegenüber der Ernährung hilft uns, Essen auf unserer Prioritätenliste an der richtigen Stelle zu platzieren und uns vor dem Verlust des Gleichgewichts im Bereich der Ernährung zu schützen.
Psychologische Aspekte des Essverhaltens: von der Emotionsregulation bis zur Befriedigung grundlegender Bedürfnisse
Nahrungsaufnahme dient für viele Menschen als zentrales Instrument zur Regulation emotionaler Zustände, insbesondere in belastenden Lebenssituationen. Ein allgegenwärtiges Bild in der Popkultur zeigt etwa eine Protagonistin, die nach einem Streit mit ihrem Partner in Tränen aufgelöst vor dem Fernseher sitzt und große Mengen an Süßigkeiten konsumiert. Dieses Verhalten ist uns auch aus eigener Erfahrung vertraut: In Momenten der Niedergeschlagenheit, Frustration oder Traurigkeit greifen wir intuitiv zu zuckerhaltigen Lebensmitteln, die durch die Stimulation von Neurotransmittern wie Serotonin kurzfristige Erleichterung und eine Stimmungsaufhellung bewirken. Dieser Mechanismus, der zwar biologisch verankert ist, wird durch Lernprozesse und Wiederholung verstärkt. Bereits in der frühen Kindheit – vor allem in Familien, in denen emotionale Kommunikation erschwert ist – lernen Kinder, ihre emotionalen Zustände durch Essen zu lindern, was später zu maladaptiven Gewohnheiten wie dem "Hineinfressen" in Stress oder schwierige Gefühle führen kann.
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