Diabetes als chronische Krankheit trägt dazu bei, zumindest zu Beginn, das Leben der gesamten Familie zu stören. Es hat Auswirkungen auf jede Person und lässt keinen Zweifel daran, dass es die Ursache vieler Schwierigkeiten ist, da es sich auf verschiedene Aspekte des Funktionierens des Patienten und seiner Umgebung auswirkt. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Situation sehr komplex ist, da die Lebensqualität von kleinen Diabetikern und ihren Betreuern von Faktoren wie dem Bildungsniveau der Eltern, der Lebensqualität der Ehe, der Zufriedenheit mit den erfüllten sozialen Rollen, der Beziehung zwischen Eltern und Kind und der sozialen Unterstützung und vielen anderen wichtigen Aspekten beeinflusst wird.
Auswirkungen von Diabetes auf die kindliche Psyche
Kinder mit Diabetes zeigen häufig eine Vielzahl von Entwicklungsstörungen und Defiziten in der sozial-emotionalen Entwicklung. Besonders ausgeprägt sind dabei Angstreaktionen. Die jungen Patienten neigen dazu, sich aus dem Alltag zurückzuziehen und aggressive Verhaltensweisen an den Tag zu legen. Sie leiden unter einem geringen Selbstwertgefühl, mangelnder Selbstakzeptanz und einer starken Abhängigkeit von ihrer Umgebung. In den ersten Lebensjahren ist es entscheidend, dass das Kind lernt, mit der Abwesenheit der Mutter umzugehen, ohne dabei Angst oder ein Gefühl der Unsicherheit zu entwickeln. Bei einer chronischen Erkrankung, die Schmerzen, Kontakt mit fremden Personen und neuen Reizen mit sich bringt, kann dieser Entwicklungsprozess gestört werden. Mit zunehmendem Bewusstsein, das etwa im Alter von vier Jahren einsetzt, versteht das Kind sein Verhalten besser. Manche Kinder machen sich selbst für die Krankheit verantwortlich und glauben, dass sie durch übermäßigen Konsum von Süßigkeiten erkrankt sind. In dieser Phase beeinflusst die Krankheit die Beziehungen zu Gleichaltrigen, die oft eingeschränkt sind, da das Kind nicht am Kindergarten oder der Krippe teilnehmen kann, was die berufliche Situation der Eltern belasten kann. Das kranke Kind bemerkt zudem, dass es anders behandelt wird und sich von Geschwistern oder Altersgenossen unterscheidet. Es ist noch nicht in der Lage, die Ernährung selbst zu kontrollieren, Insulin zu verabreichen oder den Blutzucker zu messen. Im Schulalter treten am wenigsten emotionale Störungen auf, insbesondere wenn die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Ärzten und Lehrkräften reibungslos verläuft, was dem Kind hilft, gesunde Gewohnheiten zu entwickeln und sich an medizinische Empfehlungen zu halten.
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